Kann die Hochgeschwindigkeitstrasse eigentlich finanziert werden und was ist, wenn nicht?

Der von der Bundesregierung freigegebene Topf von 500 Milliarden Euro für Infrastrukturvorhaben reicht bei weitem nicht aus. Projekte der Bahn werden durch das Raster fallen, vor allem weil die Bahn auf ihrer Liste sehr viele und teure Prestigeprojekte hat (z.B. Stuttgart 21, Fernbahntunnel unter Frankfurt hindurch und Hochgeschwindigkeitstrassen). Hinzu kommt auch, dass die dringend notwendigen Generalsanierungen deutlich teurer sind als geplant.

Das Neubauprojekt Ulm-Augsburg, ein Projekt mit fast gleichen Zielvorgaben wie Bielefeld-Hannover wurde vom Bundestag bereits genehmigt. Da es aber nicht finanziert werden kann, wurde das Projektteam Anfang Juli aufgelöst.

Der scheidende Bundesverkehrsminister Schnieder hatte auch für die Strecke Hannover Bielefeld angedeutet, dass eine Finanzierung nicht gesichert ist.

Wird in 6 oder 8 Jahren entschieden wird, dass die Strecke nicht finanzierbar ist, bleiben die heutigen Probleme Überlastung, Kapazitätsengpass und Verspätungen zwischen Minden Wunstorf und Hannover bestehen. Die Bahn arbeitet nicht an einem Plan B wie ‚Bestandstrecke optimieren‘.

Und das heißt, es wird sich dann auch im Nah- und Regionalverkehr auf unserer Strecke nichts ändern, wir werden weiterhin am Bahnhof WU stehen und vergeblich auf Verbesserungen warten.

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