Jetzt die Weichen für eine Kapazitätserhöhung der Strecke Wunstorf – Minden stellen

Der 2-gleisige Streckenabschnitt zwischen Wunstorf und Minden stellt einen betrieblichen Engpass im Schienennetz dar. Fernverkehr, Regionalverkehr und Güterverkehr nutzen hier dieselbe Infrastruktur. Die Folge sind Verspätungen, mangelnde Betriebsstabilität und Einschränkungen bei der weiteren Verlagerung von Verkehr auf die Schiene.

Die Beseitigung dieses Engpasses ist notwendig, um die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs zu verbessern, die Verkehrswende zu unterstützen und mehr Güter auf die Schiene zu verlagern.

Diese Engpassbeseitigung muss aber schnelle erfolgen und darf nicht erst 2050 oder noch später umgesetzt werden.

Die geplante Generalsanierung der Strecke in 2035 bietet hierfür eine einmalige Gelegenheit.

Die derzeitige Diskussion über den notwendigen Ausbau basiert auf Verkehrsprognosen und Auslastungsannahmen, die aus heutiger Sicht dringend überprüft und korrigiert werden müssen:

  • Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr liegen 2025 deutlich unter denen von 2019 (131 zu 151 Mio.), obwohl bis 2030 eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen erreicht werden sollte.
  • Der Transfer des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene findet nicht statt, obwohl die Bahn bis 2030 70% mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen wollte. Das wären dann 25% des gesamten Güterverkehrs. Seit 2019 ist dieser Anteil gerade mal um 1% auf 20% gestiegen.
  • Trotz noch vorhandener Reserven und Kapazitäten verharrt die durchschnittliche Anzahl der Züge auf der Strecke Wunstorf–Minden seit über 20 Jahren auf vergleichbarem Niveau.
  • Gleichzeitig bestehen auf der Strecke weiterhin freie Kapazitäten und betriebliche Optimierungsmöglichkeiten.

Detaillierte Informationen zu diesem Thema findet ihr hier.

Unter Berücksichtigung der heute vorliegenden Daten scheint ein dreigleisiger Ausbau für die Beseitigung des Engpasses ausreichend. D.h. abhängig von den örtlichen Begebenheiten könnte eine Erweiterung von 2 Gleisen, an kritischen Stellen jedoch lediglich ein Gleis hinzukommen.

Es besteht dringender Handlungsbedarf!!

Wenn die Hochgeschwindigkeitstrasse nicht finanziert werden kann, dann entfällt auch die Vorgabe, 17 Minuten auf dieser Strecke einzusparen. Damit rückt der Ausbau der Bestandsstrecke in den Fokus, denn für die 2-gleisige Strecke Wunstorf Minden ist eine Kapazitätserweiterung dringend notwendig, um Verspätungen und Ausfälle am Bahnhof Wunstorf zu vermeiden.

Ohne eine Fahrzeitverkürzung von 17 Minuten haben wir Möglichkeiten, die Situation am Bahnhof Wunstorf deutlich früher zu verbessern.

Wir müssen die Generalsanierung der Strecke Wunstorf – Minden nutzen, um die Kapazität zu erweitern und damit pünktlichere und zuverlässigere Zugverbindungen am Bahnhof Wunstorf zu garantieren.

Kann die Hochgeschwindigkeitstrasse eigentlich finanziert werden und was ist, wenn nicht?

Der von der Bundesregierung freigegebene Topf von 500 Milliarden Euro für Infrastrukturvorhaben reicht bei weitem nicht aus. Projekte der Bahn werden durch das Raster fallen, vor allem weil die Bahn auf ihrer Liste sehr viele und teure Prestigeprojekte hat (z.B. Stuttgart 21, Fernbahntunnel unter Frankfurt hindurch und Hochgeschwindigkeitstrassen). Hinzu kommt auch, dass die dringend notwendigen Generalsanierungen deutlich teurer sind als geplant.

Das Neubauprojekt Ulm-Augsburg, ein Projekt mit fast gleichen Zielvorgaben wie Bielefeld-Hannover wurde vom Bundestag bereits genehmigt. Da es aber nicht finanziert werden kann, wurde das Projektteam Anfang Juli aufgelöst.

Der scheidende Bundesverkehrsminister Schnieder hatte auch für die Strecke Hannover Bielefeld angedeutet, dass eine Finanzierung nicht gesichert ist.

Wird in 6 oder 8 Jahren entschieden wird, dass die Strecke nicht finanzierbar ist, bleiben die heutigen Probleme Überlastung, Kapazitätsengpass und Verspätungen zwischen Minden Wunstorf und Hannover bestehen. Die Bahn arbeitet nicht an einem Plan B wie ‚Bestandstrecke optimieren‘.

Und das heißt, es wird sich dann auch im Nah- und Regionalverkehr auf unserer Strecke nichts ändern, wir werden weiterhin am Bahnhof WU stehen und vergeblich auf Verbesserungen warten.

Wir argumentieren weiterhin gegen die Vorzugsvariante der Bahn

Diese Tasse verläuft an den Gartenzäunen von Holtensen vorbei, quert dann die A2 direkt an der Biogasanlage mit einer circa 17 Meter hohen Brücke und führt weiter durch einen Hochwasserausgleichsgebiets. Dann passt sie gerade zwischen der Mülldeponie und dem kritischen Bereich des Senkungsgebietes vom Kali und Salzschacht hindurch, vernichtet den Südteil des Haster Waldes und trennt dann die Ortschaft Suthfeld mittig durch. Mehr Schaden kann man kaum noch anrichten.

Es bleibt dabei:

  • Die Hochgeschwindigkeitsstrecke kommt viel zu spät für die Verkehrs- und Klimawende
    Die Fertigstellung wird nicht vor 2050 eher 2060 oder noch später erfolgen und somit würde die zusätzliche Kapazität erst in 30 – 40 Jahren zur Verfügung stehen, das hilft bis dahin weder dem ÖPNV noch dem Güterverkehr. Und kommt daher auch für die Klimawende viel zu spät.
  • Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke ist klimaschädlich
    Beim Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke werden über 1,3 Mio. Tonnen CO2 erzeugt und nach Fertigstellung der Trasse wird der weitaus größte Teil des Verkehrs auf regenerative Energien zurückgreifen, somit wird dann kaum noch ein Gramm CO2 eingespart. Der Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke ist damit klimaschädlich!!
  • Die Hochgeschwindigkeitsstrecke ist zu teuer

Unter Berücksichtigung der Kostensteigerungen seit Corana (~ 30%) und dem Kostenfaktor der Bahn für ‚Unvorhergesehenes‘ wird die Investition heute auf 17 Mrd. € geschätzt.

Mit der ersten Schätzung von 5,7 Mrd. € ergab sich ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1,0. Bei den überproportional gestiegenen Kosten erscheint ein Wert heute über 1,0 kaum erreichbar.

Der Öffentliche Personennahverkehr ist der Schlüssel zum Erfolg für die Verkehrswende, nicht der Fernverkehr
Nur 5% der Bahn-Fahrgäste sind im Fernverkehr unterwegs. Das Geld für die neuen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecken fehlt beim Ausbau, der Sanierung und der Digitalisierung des ÖPNV und der Bestandsstrecken, um mehr Pendler zu überzeugen, auf die Bahn umzusteigen. Wenn die ländlicheren Gebiete in das Netz des ÖPNV einbezogen sind, dann profitiert auch der Fernverkehr.

Eine Hochgeschwindigkeitstrasse kommt zu spät, ist zu teuer, ist klimaschädlich und kurzfristig nicht wirksam, um die aktuellen Herausforderungen im Schienenverkehr zu lösen. Zudem verursacht sie massive Eingriffe in Natur, Landwirtschaft, Ortsentwicklung und Lebensqualität. In jedem Industrieunternehmen würde ein solches Projekt sofort gestoppt und verworfen.

Eine ausführlichere Stellungnahme findet ihr hier.

Aber wir müssen auf jeden Fall eine schnellstmögliche Lösung für die Beseitigung des Kapazitätsengpasses auf der Strecke Wunstorf – Minden finden.

Jahreshauptversammlung im April 2026

Am 22.4.2026 hat unsere Jahreshauptversammlung stattgefunden. Auf der Tagesordnung stand wie immer eine ausführliche Information zum abgelaufenen Jahr und zum Stand des Verfahrens (die Präsentation findet ihr hier).

Außerdem wurde der Vorstand entlastet und auch wieder für die nächsten 2 Jahre gewählt.

Von links nach rechts: Mario Wingrich, Clemens Redecker (knieend), Jörg Nohl, Peter Krippner und Bianca Siekmann.

Wir bedanken uns bei Michael Bitterlich für die Kassenprüfungen. Für 2026 werden Michael Thieme und Marc Kiel diese Funktion übernehmen.

Rote Kreuze in Kolenfeld – Andreaskreuze in Kolenfeld

Wie in jedem Jahr so hat auch in diesem Jahr das Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland (ABBD), in dem mehr als 50 Bürgerinitiativen deutschlandweit zusammengeschlossen sind, zu einem Aktionstag am 14.3. unter dem Motto: „Für eine bessere Bahn“ aufgerufen. Wir haben diesen Aufruf genutzt, um den Trassenverlauf zu verdeutlich und um auf unsere Ziele hinzuweisen.

Anfang Dezember letzten Jahres hat die Bahn ihre Vorzugstrasse festgelegt und damit den Beschluss des Stadtrates Wunstorf ignoriert. Nach Vorstellungen der Bahn, kreuzt die Trasse die A2 direkt neben der Biogasanlage, führt dann durch das Hochwasserausgleichsgebiet, knapp an der Müllkippe vorbei und geht dann durch den südlichen Teil des Haster Waldes.

Verlauf der Trasse (Quelle: Homepage DB INfraGO). Blau ist die Vorzugstrasse der Bahn, sie kann aber auch in dem orange farbenen Trassenkorridor liegen.

Tatkräftig unterstützt von unserem Ortsbürgermeister Karsten Grobe haben wir symbolische Andreaskreuze parallel zum geplanten Verlauf der neuen ICE-Trasse Hannover-Bielefeld aufgestellt. Damit sollen die roten Kreuze einen sichtbaren Protest gegen die Neubaupläne der Bahn und des Bundesverkehrsministeriums darstellen.

Diese Aktion erfolgt zusammen mit anderen Bürgerinitiativen entlang des Trassenverlaufs, so in Haste, Groß Munzel, der Samtgemeinde Nenndorf, Minden und Porta Westfalica. Hier ein paar Eindrücke von den anderen BIs:


Mit dieser gemeinsamen Aktion soll auch die Verbundenheit aller Bürgerinitiativen entlang der Strecke aufgezeigt werden. Wir treten geschlossen auf und lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Gemeinsam haben wir auch die Petition für einen Deutschlandtakt ohne Hochgeschwindigkeit erfolgreich vor den Petitionsausschuss des deutschen Bundestages gebracht und hofft nun eine positive Empfehlung des Ausschusses und eine Bestätigung durch den Bundestag.

Das Motto des heutigen Aktionstages ‘Für eine bessere Bahn‘ passt sehr gut zu unseren Zielen, denn eines unserer vordringlichen Ziele ist die Verbesserung des Nah- und Regionalverkehrs. Dazu muss die dringend erforderliche Kapazitätserweiterung zwischen Wunstorf und Minden bei der geplanten Generalsanierung der Strecke endlich geplant und dann umgesetzt werden. Nur so kann die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge in Wunstorf deutlich erhöht werden. Mit einer ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse dagegen wird eine Verbesserung erst in 30 – 40 Jahren möglich sein.“
Und wer will schon so lange warten – wir nicht!!

Das ist das Arbeitsteam der BI (mehr Bilder findet ihr hier https://www.bi-kolenfeld.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_8854-scaled.jpg):

Von links nach rechts: Jörg, Clemens, Jörg, Gerd, Heinz Bernd, Ellen, Peter, Jens, Mario. Auf dem Bild fehlen Karsten Grobe, er hatte noch einen anderen Termin am Nachmittag und Charlotte Nohl, die für das leibliche Wohl des Teams sorgte.
Für den abschließend Snack hat uns Gero Schnepel noch einen trockenen Platz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Die Petition in Berlin

Am Montag, 23.2.2026 waren wir in Berlin bei der Anhörung der Petition zur Neuberechnung das Deutschlandtaktes ohne Hochgeschwindigkeit.

Da viele von euch die Petition gezeichnet haben, wollen wir euch jetzt über den Stand informieren.

Vor der Anhörung hatte sich eine beeindruckende Anzahl an Unterstützern auf der gut gefüllten Zuschauertribüne eingefunden.

Die Anhörung hat ca. 1 Stunde gedauert. Nach der Vorstellung durch Sarah Brodowski und Jan Hinrich Thies von der BI Widuland/Landfrauen OWL wurden die Vertreter aller Fraktionen des Bundestages in 2 Fragerunden aufgefordert, Fragen zu stellen. Für die CDU und SPD haben ‚uns wohl gesonnene‘ MdBs aus den Regionen Herford, OWL und Bielefeld teilgenommen.

Entsprechend der Fragen und Argumente schätzen wir die Position der Politiker wie folgt ein:

  • CDU, SPD, AfD und Linke würden den Antrag aus unterschiedlichen Gründen unterstützen
  • Einzig die Grünen lehnen den Antrag vehement ab. Der Anwesende Verkehrssprecher der Grünen MdB Gastel ist ein Verfechter der Hochgeschwindigkeit und unterstützt die Vorhaben der Bahn ohne Rücksicht auf Natur, Umwelt und Klima.

Der Petitionsausschuss hat seine Entscheidung – und damit die Empfehlung an den Bundestag – vertagt. Dies erfolgte auf Initiative des SPD MdBs Schwartze, weil seiner Meinung nach die Zeit für eine positive Entscheidung im Bundestag noch nicht reif sei. 
Der Petitionsausschuss kann nun Experten zu Rate ziehen und der weitere Entscheidungsprozess wird auch in den Fraktionen diskutiert.

Entscheidungen vom Petitionsausschuss bzw. am Ende vom Bundestag können wohl Monate dauern. Positiv müssen wir sehen, dass es nur sehr wenigen Petitionen gelingt, so weit zu kommen. Wir müssen uns also gedulden und die Zeit nutzen, um weiter fleißig zu informieren.

Hier ist der Link zur offiziellen Seite des deutschen Bundestages. Er enthält sowohl den Mitschnitt als auch eine inhaltliche Darstellung.

Deutscher Bundestag – Petitionen zum Deutschlandtakt der Bahn und medizinischen Cannabis-Gesetz

13.12.2025 Kolenfeld protestiert

Unserem Aufruf sind nicht nur zahlreiche Kolenfelderinnen und Kolenfelder gefolgt, sondern auch Betroffene aus Holtensen, Groß Munzel und Haste. Auf dem Hof Schnepel haben ca. 250 Teilnehmende  protestiert. Eine Riesenerfolg!!!

Von der Bahn-Tochtergesellschaft DB InfraGO war der Projektleiter Marvin Jekel anwesend, der den Stand des Projektes erläuterte. Die verbleibenden Varianten V3 und V4 überqueren die Autobahn bei der Biogasanlage und verlaufen direkt südlich von Kolenfeld.
Gemäß Jekel seien diese Varianten zwar schlechter bewertet als die Varianten V10 und V11, aber diese haben mehr Brücken und Tunnelanteilen und seien daher teurer. Hier maßt sich die Bahn damit an, zwischen Mensch, Umwelt, Natur, Landwirtschaft auf der einen Seite und Kosten auf der anderen Seite abzuwägen. Eine solch grundlegende Entscheidung muss Sache der Politik im Land und Bund sein.

Schlussendlich hat die Bahn anhand der Anzahl und Länge von Brücken und Tunnel entschieden, weil das wesentliche Kostentreiber seien. Aber ob damit wirklich die teuersten Varianten gestrichen wurden, steht nicht fest, weil keine Kosten ermittelt wurden und noch keine wirkliche Planung vorliegt.

Jörg Nohl hat die Argumente gegen die Hochgeschwindigkeitstrasse formuliert:

  1. Als betroffene Anrainer:
    Eine solche neue Hochgeschwindigkeitstrasse verursacht massive Eingriffe in Natur, Landwirtschaft, Ortsentwicklung und Lebensqualität.
  2. Als Steuerzahler:
    In Zeiten knapper Haushaltsmittel will die Bahn einen 2stellige Milliardenbetrag für eine Hochgeschwindigkeitstrasse ausgeben.
    2016 begann die Planung mit 5,6 Mrd€, 2019 waren es schon 8,4 Mrd € und nach Corona müssen noch einmal 30% Kostensteigerung berücksichtigt werden. Damit lägen wir heute bei 11 Mrd€.
    Für weitere Kostensteigerungen und Verzögerungen hat die Bahn für die Strecke Hamburg Hannover einen Faktor von 1,6 angenommen, nutzen wir den gleichen Faktor, enden wir bei 17,6 Mrd€ . Und das um gerade mal, um 17 Minuten einzusparen. 
  3. Als klimabewusste Bürger:
    Beim Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse werden über 1 Million Tonnen CO2 ausgestoßen, die nach Fertigstellung nie mehr ausgeglichen werden können, weil dann Fahrzeuge mit regenerativen Energien auf unseren Straßen fahren. Somit ist der Bau einer solchen Trasse im hohen Masse sogar klimaschädlich.
  4. Als Befürworter der Verkehrswende:
    Außerdem wird diese Trasse nichts zur Verkehrs- und Klimawende beitragen können, weil die Fertigstellung einfach zu spät kommt.
    Die Trasse Hannover Hamburg, die im Planungsprozess mindestens 5-6 Jahre vor uns liegt, soll frühestens 2050 oder sogar erst in 2063 in Betrieb genommen wird. Das würde für Hannover Bielefeld dann eine Inbetriebnahme irgendwann zwischen 2056 und 2070 bedeuten.
    So lange wird sich dann auch im Nah- und Regionalverkehr auf unserer Strecke nichts ändern, wir werden weiterhin am Bahnhof WU stehen und mindestens 30 Jahre auf eine Verbesserung warten.

All diese Punkte werden sowohl von der Bahn als auch vom Bundesverkehrsministerium ignoriert werden, daher haben die Anwesenden der Bahn die rote Karte gezeigt. Ein sehr eindrucksvolles Bild.

Aus dem Publikum kamen vielen Fragen, unter anderem wie es sein könne, dass der Bundestag am Ende der Planung diese nur noch bestätigen oder ablehnen könne, ihm aber keine Alternativen zur Auswahl gestellt werden. Ein Fragesteller titulierte dies nach der Bestätigung des Ablaufs durch den Bahnvertreter und Hendrik Hoppenstedt zusammenfassend als „Friss oder stirb“.

Am Ende der 2-stündigen Veranstaltung forderte H. Hoppenstedt die Anwesenden auf, den nun vorliegenden Entwurf zu akzeptieren und sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Da hätten wir eine andere Stellungnahme von unserem Vertreter im Bundestag erwartet. Weiterhin sagte er zu, im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass von uns bei der Bahn angefragte Informationen von der Bahn auch zur Verfügung gestellt werden.

Die Bürgerinitiative wirbt weiterhin für eine erweiterte Generalsanierung, um das Nadelöhr zwischen Wunstorf und Minden zu entschärfen und damit die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Nahverkehrs deutlich vor dem Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse zu verbessern !!

Und hier noch einige Bilder von der Protestaktion

5.12.2025: Die Bahn entscheidet sich für die Variante direkt bei Kolenfeld

Die Bahn hat uns heute mit der Reduzierung ihrer 12 Varianten auf 2 geschockt.

Die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke soll die Kapazität zwischen Hannover und Bielefeld verdoppeln und die Fahrzeit von 48 min auf 31 min verkürzen. Nachdem die Bahn im August letzten Jahres 12 mögliche Trassenvarianten (V1 bis V12) veröffentlicht hatte, sind jetzt nur noch die Varianten V3 und V4 übriggeblieben. Diese

Diese Varianten seien einerseits gut bewertet, aber kostengünstiger als die noch besser bewerteten Varianten V10 und V11. Diese würden zwar durch größere Tunnelanteile besser bezüglich der Einwirkung auf die Menschen abschneiden, jedoch würde gerade dieses Mehr an Tunneln die Kosten in die Höhe treiben.

Während V10 und V11 auf der Südseite der Autobahn verlaufen und in einem Tunnel unter dem Deister münden, überqueren die jetzt ausgewählten Varianten V3 und V4 die Autobahn bei der Biogasanlage und verlaufen direkt südlich von Kolenfeld.

Wir haben unseren Auftritt beim Weihnachtsmarkt in Kolenfeld genutzt, um für unsere Veranstaltung am 13.12.2025 auf dem Hof Schnepel zu werben.

Wo heute Bäume leben, soll es morgen keine Trasse geben.

Unter diesem Motto haben wir an der Baumchallenge teilgenommen.
Danke an den Ortsrat Kolenfeld für die Nominierung!
Diese Aktion passt sehr gut zu unseren Zielen: Die Förderung des Natur- und Umweltschutz.
Am 10. August haben wir unseren BI-Apfelbaum gepflanzt! 🌳 Für Äpfel statt Schienen, für’s CO2-Umwandeln statt -Produzieren. So bringt er Kolenfeld einen Nutzen – ganz im Gegenteil zur geplanten ICE-Schnelltrasse. ‼️
Habt ihr ihn schon gefunden? Er steht an der Betonstraße zur Müllkippe genau da, wo die Trasse Entlang laufen soll.